ALLES, WAS DU NICHT HAST || Regie: R. Kazlas
„Ein Wort. Eine Pause – und das ist alles. Mehr habe ich nicht, Was ich mit Worten sagen könnte. Nur Himmel und Himmel, und beide glänzen silbern Im aschgrauen Haar.“ Dichter Valdemaras Kukulas 1959–2011 „Wenn das Eisen des Schmerzes abkühlt, Öffne deine Augen der Farbe von Himmel und Erde - Wie einen Engel, der sich von dir entfernt, Wirst du das goldfarbene Haupt des Zeitalters sehen.“ Dichter Algirdas Verba, Freund von Valdemaras Kukulas 1941–2000 Autor und Regisseur der Inszenierung von „Alles, was du nicht hast“, Rolandas Kazlas: „Eines der Bücher des Dichters und Literaturkritikers Valdemaras Kukulas, in dem er die litauische Poesie und Literatur rezensiert und reflektiert, trägt den Titel „Das Ende der Ära der großmütigen Worte“. Wenn man sich in Valdemaras Kukulas' eigene Poesie, seine Haltung im Schaffen vertieft, erscheint der Dichter selbst wie der Wächter, der Barde jener Ära der großmütigen Worte. Der Bewahrer, Pfleger und Schöpfer dieser Worte, wie ein Nachkomme einer verschwundenen, edlen Zivilisation, ein Held aus jenen Zeiten, als noch Riesen lebten, der in dieses Zeitalter verirrte, es, uns und unsere zukünftigen Ichs, dieses Land und diese Welt, diese Erde und diesen Himmel besang, in Verse fasste, pries und betrauerte, und dann wieder zurückkehrte zu jener Großmütigkeit, die ihm so fehlte, die er mit solcher Hingabe in diesem Leben, im Schaffen, in dieser zunehmend seelenlosen Zeit suchte.“ Das Stück „Alles, was du nicht hast“ ist natürlich in erster Linie den Fans des Dichters Valdemaras Kukulas und zugleich allen Liebhabern litauischer Poesie gewidmet, denn dieser Dichter, der der Poesie bis zum Schluss treu blieb, ist einer der interessantesten, der sich ganz der Schöpfung hingegeben hat… Beim Lesen seiner Gedichte spürt man deutlich die schmerzliche, von Kummer durchdrungene Stimme eines einsamen Dichters und Menschen, in der alle menschlichen Farben enthalten sind. Mit den Worten des Dichters selbst: „Deine Einsamkeit und deine Fülle: Alles verloren – alles voll.“ Die Gedichte des Dichters sind im Wesentlichen der Hauptheld und Text des Stücks. Ich habe versucht, ihnen zuzuhören, mich in sie einzufühlen: welche Zustände, welche Stimmungen man in ihnen spüren, entdecken kann. Letztendlich war es interessant zu versuchen, den Versen mit szenischen Mitteln solche Farben und Schatten zu verleihen, die man vielleicht nicht vermuten würde, wenn man nur die geschriebenen Worte liest. Ich freue mich, die Gelegenheit zu haben, das Werk dieses außergewöhnlichen Dichters zu berühren. Ich danke Valdemaras Kukulas' Ehefrau, Deimantė, aufrichtig für ihre Hilfe und ihr Vertrauen. Ich bin dem Vilniuser „Lėlė“-Theater und seinem Ensemble dankbar für die Möglichkeit, nach einer längeren Pause wieder dort zu schaffen. Im Jahr 2009 habe ich in diesem Theater mein erstes Poesie-Stück „Eisen und Silber“ nach den Gedichten des Dichters Vladas Šimkus geschaffen. Übrigens ist das Stück noch lebendig, wird aufgeführt und zieht immer noch ein schönes und zahlreiches Publikum an. Eine interessante Übereinstimmung – Vladas Šimkus und Valdemaras Kukulas waren gute Freunde und sogar Nachbarn. Daher hoffe ich, dass ihre Freundschaft und Nachbarschaft auch im Repertoire dieses Theaters fortgesetzt wird.
Adresas: Vilniaus teatras „Lėlė“
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