Anton Tschechow „ONKEL WANJA“ (Regie: Tadas Montrimas)
Ein einaktiges (1 Std. 15 Min.) immersives Theaterstück, das im Gutshaus Markučiai in Vilnius, Subačiaus g. 124, aufgeführt wird. Die Aufführung ist auf Russisch. Für alle, die kein Russisch verstehen, gibt es eine Begleitbeschreibung (LT, EN, PL), die Sie vor der Vorstellung erhalten und die Ihnen hilft, das Stück zu verstehen und zu erleben. In dieser nach einem innovativen Prinzip geschaffenen Inszenierung reisen die Zuschauer gemeinsam mit einem Guide durch verschiedene Schauplätze der Handlung und werden zu unsichtbaren, stummen Zeugen der dort ablaufenden Ereignisse. Das A.-Puschkin-Museum in Markučiai ist der ideale Ort, um, wie Tschechow selbst es nannte, „Szenen aus dem provinziellen Leben“ des ausgehenden 19. Jahrhunderts wiederauferstehen zu lassen. Nicht nur die geografische Lage, sondern auch die authentischen, atmosphärischen Räume des Museums sowie das hügelige Gelände rund um das Haus eignen sich hervorragend dafür, einzelne Szenen nicht nur in den Innenräumen, sondern auch im Freien zu spielen, wodurch den Zuschauern ein echtes Gefühl einer „Zeitreise“ geschenkt wird. Die zu „Onkel Wanja“ versammelten Zuschauer werden in 4 Gruppen zu je 15 Personen aufgeteilt. Jeder Gruppe wird ein Guide zugewiesen – ein „Stalker“, dessen Aufgabe es ist, die Reise der Zuschauer durch das 1896 von Tschechow verfasste Werk zu koordinieren. Die Guides machen ihre Gruppen mit den Spielregeln der bevorstehenden Vorstellung sowie mit den Pflichten und Rechten der Zuschauer vertraut und verteilen Masken, die die Zuschauer bis zum Ende der Vorstellung nicht ablegen dürfen. Gleichzeitig werden 4 verschiedene Szenen gespielt, die von unterschiedlichen Zuschauergruppen beobachtet werden, welche sich den Anweisungen der Guides folgend durch den Aufführungsraum bewegen. Die Räume im Gutshaus Markučiai sind durch Türen voneinander getrennt, doch sowohl die Zuschauer als auch die Figuren des Stücks können, während sie sich in ihrer eigenen Umgebung befinden, das Leben hinter der Wand hören. Das Ziel der Schöpfer der Aufführung „Onkel Wanja“ ist es, nicht die Handlung des Stücks, sondern die Situation selbst nachzubilden – das von Hass, Selbstzerfleischung, Wut, aber zugleich auch von Liebe und Leidenschaft erfüllte Haus der Wojnizkis. Wir möchten den Zuschauern die Möglichkeit geben, nicht nur zu beobachten, sondern auch selbst zu erleben und sich möglichst tief in völlig neue Erfahrungen, Empfindungen und Gefühle zu versenken. Die Aufführung ist auf Russisch.
Adresse: Markučių dvaras
Preis: nuo 26.10 €
