Autorenführung: Šiaurės miestelis und Verkių-Straße – Geschichten vom Schlachtfeld
Die erste umfassende litauische Publikation über die Umgebung von Vilnius (1958) beschreibt eine Reise nach Verkiai wie folgt: „Links erstrecken sich die uninteressanten Šnipiškės mit alten, engen Gassen und einfachen Häusern in Gärten und Obstgärten. Rechts – eine weite Ebene, das sogenannte Kriegsfeld.“ Hier war das Gebiet von Šiaurės miestelis gemeint. „Auf diesem Feld fanden Militärparaden und -inspektionen statt. Hier inspizierte der russische Zar Peter I. seine Armee. Auch Napoleon beobachtete hier 1812 vor seinem unglückseligen Feldzug nach Moskau seine bunte, multinationale Armee.“ In sowjetischer Zeit wurde ein Teil dieses Feldes zu einem großen, geschlossenen, geheimen Gebiet, um das herum neue Fabrikgebäude und Häuser entstanden. Suchen wir nach den verbliebenen Spuren dieses Feldes: aus der Zeit Napoleons und der Sowjetarmee. Wo wurden die begrabenen Soldaten von Napoleons Armee gefunden? Was bedeutet die Christusfigur in der Kalvarijų-Straße? Liefen hier Mammuts? Und warum nicht? Zeichen des Afghanistankrieges. Der Stolz des sowjetischen Mikrobezirks – der Festsaal: Was dort geschah und was dort jetzt geschieht. Wo man besser keine Wohnungen kaufen sollte und warum. Die Tore des Bösen und zwei Buchhaltungen. Haben Sie sich jemals gefragt, warum eine der Straßen im Vilniuser Šiaurės miestelis heute Lakūnų (Pilotenstraße) heißt? Start: Pfarrer Br. Laurinavičius Platz (Kreuzung Žalgirio und Kalvarijų Str.). Ende: Einkaufszentrum Banginis (PC Banginis). Dauer: 1,5 Std. Länge: 2 km.
Adresas: Broniaus Laurinavičiaus skveras, Kalvarijų gatvė, Vilnius, Vilniaus m. sav., Lietuva
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