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Eröffnung der Ausstellung „Tanchum Kaplan. Von Worten zu Bildern“

Am 4. September, 17 Uhr, findet die Eröffnung der Ausstellung „Tanchum Kaplan. Von Worten zu Bildern" in der Litauischen Nationalbibliothek Martynas Mažvydas (Atrium, 3. Stock) statt. Mit dieser Veranstaltung begehen wir die Europäischen Tage der jüdischen Kultur. Die Ausstellung präsentiert das Werk des litvakischen Künstlers Tanchum ben Levi Kaplan (1902–1980), auch bekannt als Anatoli Kaplan. In Kaplans Werken nimmt die Welt der jüdischen Kleinstädte – der Schtetl – einen besonderen Platz ein, von denen ein Großteil im Holocaust zerstört wurde. In seinen farbenfrohen und ausdrucksstarken Lithografien erwachen Figuren des jiddischen Literaturklassikers Scholem Alejchem, Motive von Volksliedern, Szenen des Alltagslebens und Traditionen zum Leben. Die Ausstellung bietet eine seltene Gelegenheit, einen Künstler kennenzulernen, der nahezu der einzige Maler der Sowjetunion war, dem es erlaubt war, jüdische Themen konsequent zu pflegen und die jüdische Kunsttradition zu bewahren. Seine Werke erlangten internationale Anerkennung in London, New York und an anderen Kunstorten der Welt und ermöglichen heute einen neuen Blick auf das kulturelle Erbe der Litvaken und seine Bedeutung für die europäische Geschichte. In der Ausstellung von Tanchum Kaplan in der Litauischen Nationalbibliothek werden Werke aus den Zyklen „Der verzauberte Schneider", „Stempenju", „Jüdische Volkslieder" und „Ein Zicklein" aus der Sammlung der Sammlerin Tanya Rubinstein-Horowitz (Deutschland–Israel) gezeigt. Kuratorin der Ausstellung ist Dr. Olga Sugrobova-Roth (Deutschland), Beraterin und Textredakteurin Dr. Lara Lempertienė (Zentrum für Judaistik-Forschung). Für die Unterstützung bei der Vorbereitung der Ausstellung gilt ein herzlicher Dank dem Vorsitzenden des Verbandes des Litauischen Wegs des jüdischen Kulturerbes, Daumantas Levas Todesas. Bei der Eröffnungsveranstaltung der Ausstellung spielen der Pianist Adam Chen-Adamov und die Cellistin Alma Bar-Sinai (Israel). Ausstellungsteam: Algirdas Jakas, Akvilė Paukštytė, Daura Polonskytė, Viltė Barbora Viliūnaitė, Jolanta Kanapickaitė, Žilvinas Baranauskas. Die Texte aus dem Jiddischen übersetzten Aistė Puidokaitė und Rasa Stakauskaitė. Die Ausstellung im Atrium des 5. Stocks der Nationalbibliothek können Besucher bis zum 4. November 2026 besichtigen.

Adresas: Lietuvos nacionalinė Martyno Mažvydo biblioteka

Kaina: Nemokamai

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