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Jahresrezital | Anna Geniušienė (Klavier)

Pianist Gintaras Januševičius begeistert sein Publikum seit zehn Jahren mit einfallsreichen Programmen. Zuhörer werden seinen „Traumfänger“, „Alle Chopin-Walzer“, „Den neuen Koloss“ oder „Geschichten des Kaufmanns von Venedig“ noch lange in Erinnerung behalten. In jedem Programm verwandelt sich G. Januševičius wie ein Chamäleon nicht nur in verschiedene Charaktere, sondern reist zugleich in eine andere Epoche, Kultur oder einen anderen Musikstil. In jahrelanger Arbeit verfeinert er seine einzigartigen Programme, wählt die Werke sorgfältig aus und reiht sie zu einer geschlossenen musikalischen Girlande zusammen, die er mit Erzählungen, Bildern, theatralischen Elementen und sogar Düften verschönert. Mit seinen innovativen Konzertideen begeistert er Zuhörer in New York, Paris, London, Zürich und Rio de Janeiro und kehrt zugleich jedes Jahr in die litauischen Konzertsäle zurück. In seinem neuesten Programm „FREYLEKH!“ erzählt G. Januševičius die inspirierenden Lebensgeschichten von Komponisten jüdischer Herkunft. „Meine Großmutter war Jüdin und hat den Zweiten Weltkrieg überlebt. Dieses Programm ist ein Spiegelbild ihres Lächelns, ihres Optimismus, ihrer Stärke und Kreativität“, sagt der Pianist. Die Gesamtstimmung des Programms spiegelt sich in der direkten Übersetzung des jiddischen Wortes „Freylekh“ wider — fröhlich, ausgelassen, festlich, zum Tanzen und Vergessen der Alltagssorgen einladend. Höhepunkte sind der „Hochzeitsmarsch“ von Felix Mendelssohn in der Bearbeitung von Vladimir Horowitz, virtuose Etüden von Earl Wild über Themen aus George Gershwins Broadway-Musicals, die „Jazz-Tanzsuite“ von Erwin Schulhoff — bekannt als Vater des europäischen Jazz — sowie Miniaturen von Philip Glass, Alexis Weissenberg und Erich Wolfgang Korngold. Das Publikum wird auch mit dem in Lettland geborenen Komponisten Marc Lavry und dem bedeutenden Hollywood-Komponisten Mario Castelnuovo-Tedesco bekannt gemacht, zu dessen Schülern der legendäre John Williams gehörte. Das Programm verbindet somit Jazz, Klassik und Filmmusik mit jüdischen Volksmotiven. Der in Deutschland lebende und weltweit konzertierende Pianist wurde 2004 bekannt, als er der jüngste Finalist des Internationalen Klavierwettbewerbs Montreal wurde. Als Solist hat er mit mehr als 30 Orchestern gespielt und Solo- und Kammermusikprogramme in zahlreichen litauischen und deutschen Städten präsentiert; er trat in Sälen wie dem Palau de la Música Catalana in Barcelona, der Würzburger Residenz, der Wilfrid-Pelletier-Halle in Montreal, dem Auditorio Nacional in Madrid, dem Konzerthaus Shenzhen, der Cortot-Halle in Paris, dem „Rahvusooper Estonia“ in Tallinn u. v. m. auf. Er hat an zahlreichen internationalen Festivals teilgenommen, darunter das renommierte Chopin-Festival in Duszniki-Zdrój (Polen), „Mozartfest“ und „Dresdner Musikfestspiele“ (Deutschland), „Festival Besançon“ (Frankreich) u. a. Im Jahr 2017 gründete er die größte Klavierakademie im Baltikum, „Klaipėda Piano Masters“, und 2021 schloss er sich dem Team von LRT KLASIKA an, wo er seiner Leidenschaft für die Musikpädagogik nachgeht und die wöchentliche Sendung „Palėpės radiniai“ moderiert.

Adresas: „Organum“ koncertų salė

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