Musikperformance „Sayonakidori“ (Nachtigall)
uka-uka: der Klang, wenn man ständig ein wenig im Unrecht ist uwaa: der Klang, wenn sich ein Gefühl nicht in Worte fassen lässt boro-boro: der Klang, wenn alles ringsum zerfällt* *Onomatopoetika aus Polly Bartons Buch „Fifty Sounds“ Sayonakidori (japanisch für Nachtigall) ist eine Landschaft aus Lautmalerei, die zeigt, wie japanische Onomatopoetika (klangliche Entsprechungen von Dingen oder Phänomenen) es ermöglichen, Klänge in Worten zu vermitteln. Die Komponistin und Regisseurin des Werks, Agnė Matulevičiūtė, besuchte während ihrer Japanreisen die Burg Nijō, um die Architektur dieses einzigartigen Bauwerks und seine Böden kennenzulernen, die Klänge ähnlich Vogelstimmen erzeugen. Über die „Nachtigallenböden“ wird wie über einen Mythos gesprochen: Sie könnten ein Schutzsystem gegen Eindringlinge gewesen sein oder schlicht ein unbeabsichtigter architektonischer Fehler. Die Künstlerin interessiert, dass dieser Mythos dennoch von jemandem aufgeschrieben und erzählt wird. Diese Doppeldeutigkeit eröffnet besonders weite und spannende Kontexte und Themen für die Entwicklung der Performance. Ein Gang über die „Nachtigallenböden“ inspirierte die Künstlerin dazu, ein Werk für das Gebäude zu schaffen, es wie ein Musikinstrument zu spielen und mit dem zu spielen, was unsichtbar, aber hörbar ist, und umgekehrt. Es ist ein Werk, das Musik und Tanz verbindet, in dem die Ausführenden das Klanggewebe selbst mit ihren Körpern und Stimmen formen. Die Themen der Musikperformance entstehen aus der Beobachtung der japanischen Kultur aus der Ferne und ihrer Deutung mit europäischen Augen: Sicherheit, Angst vor dem Anderen, Bruchstücke einer Geisterkultur, Untersuchungen zum Phänomen des Unbehagens. Die Klangtechnologie des Nachtigallenkorridors, die dem Schutz diente, inspiriert Themen von Angriff, Verteidigung und Privatsphäre. Sicherheit ist hier zugleich innerer Zustand und Angst vor der Unsicherheit der Welt. KREATIVTEAM Idee, Regie und Komposition: Agnė Matulevičiūtė Choreografie: Pawel Sakowicz (Polen) Bühnenbild und Licht: Julius Kuršis Kostüme: Elena Marija Veleckaitė Tonregie: Ignas Juzokas Ausführende: Tomoo Nagai (Japan), Clara Giambino (Frankreich), Greta Grinevičiūtė, Ugnė Kavaliauskaitė, Justina Mykolaitytė, Alvydė Pikturnaitė, Laurynas Jurgelis, Gediminas Rimeika, Agnė Matulevičiūtė Produzentin: Rusnė Kregždaitė Ausführende Produzentin: Greta Senkutė Kommunikationsleitung: Rasa Kregždaitė Fotografie des Visuals: Vismantė Ruzgaitė Design des Visuals: Sofija Laurušonytė Technische Leitung: Vladislav Bajaznyj PRODUZENT MMLAB Theater PROJEKTPARTNER Gutshof Trakai Vokė, Polnisches Institut in Vilnius, Botschaft der Republik Litauen in Japan, MiSHO-Residenz (Fujino, Japan), „Krantas“, Litauischer Komponistenverband, EU-Delegation in Japan, Botschaft Japans in Litauen, Buchhandelskette „VAGA“, InlanDimensions Gefördert von: Litauischer Kulturrat, Stadtverwaltung Vilnius, EU Japan Fest Tickets erhalten Sie hier.
Adresas: Radvilų rūmų dailės muziejus
