VisitVilnius.lt

Präsentation und Vorführung des dokumentarischen Essays „Padudenam!“

Dieveniškės ist der östlichste Punkt Litauens. „Padudenam!“ ist eine mystische Reise in eine malerische und geheimnisvolle Gegend, in der die Menschen noch mehrere Sprachen und Dialekte sprechen und die uralte Tradition der Besprechung (Beschwörung) noch lebendig ist. Der an Belarus grenzende Bezirk Šalčininkai ist ein einzigartiger Schmelztiegel an der Kreuzung von Sprachen und Völkern. Hier halten sich neun von zehn Einwohnern für Polen, und Litauer machen kaum ein Zehntel aus. Doch in dieser Region hebt sich eine Insel der litauischen Sprache ab – die Umgebung von Dieveniškės. „Diese Isolation hatte eine positive Wirkung – sie trennte die Insel etwas von der großen Fläche Litauens ab. Sie fühlen sich isoliert, archaisch“, sagt Dr. Nijolė Tuomienė vom Institut für Litauische Sprache. Beschwörungen sind eine der ältesten Folkloretraditionen, bekannt schon aus der Antike. In Litauen wurden sie seit alters her praktiziert. „Nach einiger Zeit kommt eine Frau und sagt: Ich möchte gegen Schlangenbiss besprechen. O mein Gott, sage ich, gegen Schlangen bespricht doch Stefka. Ich war bei Stefka, sie sagte, sie habe es an Jadzė weitergegeben, geht zu Jadzė. Und so bin ich geblieben“, lächelt die Beschwörerin Jadvyga aus dem Dorf Jurgielionys. Die Beschwörungstradition von Dieveniškės ist außergewöhnlich. „In ganz Litauen glaubt man, dass man, wenn man eine Beschwörung weitergibt oder die Worte verrät, selbst nicht mehr heilen kann. In der Region Dieveniškės jedoch wurden viele Texte gerade deshalb aufgezeichnet, weil sie nicht geheim gehalten wurden. Dies hängt teilweise mit der belarussischen Tradition zusammen“, erklärt Dr. Daiva Vaitkevičienė vom Institut für Litauische Literatur und Folklore. „Der Mensch des Grenzlandes und seine Identität haben mich immer interessiert – wie verschiedene Kulturen und Sprachen miteinander konkurrierten und sich gegenseitig beeinflussten. Dieveniškės, nur wenige Dutzend Kilometer von der Hauptstadt entfernt, und weiter gefasst ganz Südostlitauen, ist eine echte multiethnische Legierung. Obwohl Wissenschaftler diese Region seit Langem erforschen, weiß die breite Öffentlichkeit nur wenig über sie“, sagt der Projektautor Antoni Radczenko. Wann? 29. Juli, 18:30 Uhr. Wo? Haus der Geschichten (T. Kosciuškos g. 3, Vilnius) Das kreative Team des dokumentarischen Essays Beraterinnen: Danguolė Mikulėnienė, NIjolė Tuomenė, daiva Vaitkevičienė, Kristina Rutkovska, Violeta Švaikovskaja Drehbuchautor und Regisseur Antoni Radčenko Kameraleute: Raimundas Razvadauskas, Mykolas Alekna Schnitt: Eva Stankevičienė Produzentinnen: Božena Miežonis, Teresa Rožanovska @Ketvirta versija, 2025

Adresas: Istorijų namai

Zurück zu Veranstaltungen...

SehenEventsAktivitätenEssenBarsBleiben