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Premiere. Tanzperformance ABRAXAS

Im Verlorensein liegt etwas Wildes. Es beginnt, wenn der Körper seine gewohnten Orientierungspunkte verliert und unklar ist, wo man sich befindet oder in welche Richtung man sich bewegen soll. Es ist ein Zustand der Verirrung und Verwirrung, der gleichzeitig die Aufmerksamkeit für die Umgebung schärft. Verlorensein ist der Verwunderung nahe – einem Moment, in dem die gewohnte Wahrnehmung der Welt kurzzeitig gestört wird. Dann führt der Weg in den Wald: einen Raum, in dem man leicht die Orientierung verlieren, aber auch andere Wege finden kann, sich zu bewegen, zu sehen und sich zu orientieren. Der Wald ist hier kein zufälliges Bild. Er ist bereits in Bronius Kutavičius' „Paskutinės pagonių apeigos“ (Letzte heidnische Rituale) – einem 1978 entstandenen Werk, das die Tanzperformance ABRAXAS inspirierte – präsent. In Kutavičius' Werk verflechten sich Chor-, Orgel- und Hornmusik, und daneben erscheinen eine Heuschrecke, eine Eiche, eine Schlange und ein Berg. Die wilde Natur und der Wald sind hier kein Hintergrund – sie sind ein untrennbarer Bestandteil der Musik. ABRAXAS überträgt diese Welt in Körper und Bewegung. Verlorensein wird hier zu einer physischen Praxis: Körper fallen, verlieren die Richtung, und Bewegung führt nicht immer vorwärts. Sie kann umherirren, sich drehen, abweichen, zerfallen oder sich gegen sich selbst bewegen. Den Choreografen Paweł Sakowicz (Polen) interessiert die Spannung zwischen einer klaren Ritualstruktur und einem Körper, der die Richtung verlieren oder aus ihr entweichen kann. Zusammen mit den Tänzern Oksana Griaznova, Ieva Navickaitė und Eivinas Dziena erforscht er, wie sich die Bewegung und Beziehungen der Körper verändern, wenn klare Orientierungspunkte fehlen. KREATIVES TEAM Choreograf Paweł Sakowicz Dramaturgin Anka Herbut Komponisten: Agnė Matulevičiūtė, Bronius Kutavičius („Paskutinės pagonių apeigos“, 1978) Kostümbildnerin Elena Marija Veleckaitė Lichtdesigner Julius Kuršis Tänzer: Oksana Griaznova, Ieva Navickaitė, Eivinas Dziena Produzentin Rusnė Kregždaitė Ausführende Produzentin Greta Senkutė Kommunikationsleiterin Rasa Kregždaitė Technischer Leiter Vladislav Bajaznyj Die Aufführung verwendet eine Aufnahme von B. Kutavičius' Oratorium „Paskutinės pagonių apeigos“ (2001). Ausführende: Kammerchor „Aidija“, Chor der Nationalen M. K. Čiurlionis Kunstschule (Dirigent Romualdas Gražinis), Kaunas Staatschor, Litauisches Nationales Symphonieorchester (Dirigent – Robertas Šervenikas). Produzent der Performance: MMLAB teatras Koproduzenten: Sapiegų rūmai, Komuna Warszawa (Polen), Studio Hrdnu (Tschechische Republik) Partner: „Kablys“, Polnisches Institut in Vilnius, Botschaft der Republik Litauen in Singapur, Botschaft der Republik Litauen in Polen, Botschaft der Republik Litauen in der Tschechischen Republik Die Performance wird vom Litauischen Kulturrat und der Stadtverwaltung Vilnius finanziert. Tickets können Sie hier erwerben.

Adresas: Kablys

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