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„Sporos“ (Sporen) | Harmonien und Dissonanzen beim Pilzesammeln mit dem Therapeuten

Die musikalische Performance „Sporos“ (Sporen) erforscht die heutigen Verflechtungen von emotionaler Gesundheit und Technologie, von lebendiger und virtueller Hilfe. Die Heldin des Werks ist eine von vielen Menschen der heutigen Welt, die versucht, ihre Angst inmitten einer Fülle von Informationen und emotionalen Reizen einem Therapeuten anzuvertrauen. Allerdings ist dieser Therapeut ein virtueller, aus der Weisheit künstlicher Intelligenz schöpfender Berater. Die auf Theorien westlicher Therapie gegründeten Gespräche der beiden helfen dabei, durch die wirbelnden Gewässer alltäglicher Sorgen und Kränkungen zu rudern. Doch indem er die Patientin bedingungslos unterstützt, fördert dieser Berater Anhänglichkeit und schafft ein künstlich positives Umfeld – wie ein Spiegel reflektiert er die ihm gegenüber geäußerten Wünsche und Emotionen. Sind diese virtuellen Psychotherapeuten ein Ariadnefaden, der hilft, einen Weg aus dem Labyrinth düsterer Gedanken und Gefühle zu finden, oder verwirrt dieser Faden nur noch mehr und knüpft Knoten der Abhängigkeit von Technologie? Das Werk ist inspiriert von den Prinzipien des klassischen griechischen Dramas, angepasst an die heutige Wirklichkeit: Hier werden die inneren Wandlungen der Protagonistin von Chorstimmen begleitet. Die klassische griechische Tragödie, die sich heute hinter den Türen einer Psychotherapiepraxis oder auf Handybildschirmen abspielt, erlaubt einen Blick auf das veränderte Verhältnis von Individuum und Gemeinschaft. Ist virtuelle Fürsorge tatsächlich eine nachhaltige Rettung aus dem emotionalen Chaos, oder sollten wir doch andere Wege suchen, um eine Verbindung zu uns selbst, zu anderen und zur Welt zu schaffen? „Sporos“ ist die erste performative Arbeit des visuellen Künstlerduos „Pakui Hardware“, geschaffen gemeinsam mit einem umfangreichen Team von Bühnenkünstlern. Zeitgenössische elektronische Musik, live vom Gemeinschaftschor aufgeführte mehrstimmige Klangstrukturen, videoskulpturale Bühnenbilder und Bewegungszeichnungen – all dies wird hier zu einem neuen, aus einzelnen Sporen gewachsenen, performativ pulsierenden Körper. Autoren und Regie: „Pakui Hardware“ (Neringa Černiauskaitė und Ugnius Gelguda) Textautoren: „Pakui Hardware“ und der KI-Therapeut Komponist Miša Skalskis Kurator der Gesangspraktiken Vaidas Bartušas Ko-Autorin der solistischen Gesangsparts Justina Mykolaitytė Choreograf Andrius Katinas Bühnenbild: „Pakui Hardware“ Kostümdesignerin Morta Nakaitė Videokünstler Vaclovas Nevčesauskas Lichtdesigner Julius Kuršys Toningenieur Ignas Juzokas Architektin Sigita Simona Paplauskaitė Dramaturgische Beratung Gediminas Rimeika Es wirken mit: Justina Mykolaitytė (Protagonistin), Eglė Rudokaitė (Orgel), Chor von „Sporos“ – Smiltė Bagdžiūnė, Aistė Baltraitytė, Dalia Baltrušaitienė, Alexandra Bondarev, Akvilė Brazauskaitė, Vitalija Fokienė, Greta Germanavičiūtė, Laima Gric, Viktorija Jakštienė, Akvilė Jančauskaitė, Vytautas Juzėnas, Vėjūna Kaktavičienė, Danutė Kryžanauskienė, Marija Lenkaitė, Kristina Mickevičienė, Karilė Mozerytė, Daiva Petelienė, Aušrinė Rinkevičiūtė, Gabija Rostovskytė, Justė Savickienė, Raminta Šumskytė Sum, Dovilė Verikienė, Remigija Vilniūtė, Agnė Zeziulevičiūtė, Inna Zvinkli, Rugilė Žukaitė Produzenten: „Operomanija“, „Performa“ Partner: Zentrum für zeitgenössische Kunst, Litauisches Kulturinstitut, „Iškrovos“ Förderer: Litauischer Kulturrat, Stadtgemeinde Vilnius Diese musikalische Performance wurde für das Wilnaer Festival für zeitgenössische Oper NOA sowie für das Programm „Litauischer Pavillon ohne Grenzen“ der in New York stattfindenden Performance-Biennale „Performa“ geschaffen.

Adresas: Vilniaus Universiteto Mažoji aula

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